Users Determine the Future of TV – The Future is Now

Resurfaced (skip this if all you care about is the article)

it’s been a while. I’ve been busy a good deal since I’m back from Seattle.
I’m interning at the overregional newspaper Rhein-Zeitung, spent two weeks in the Social Media department of their headquarters in Koblenz. Now that university has started, I’m back in Mainz, at the local office of Rhein-Zeitung, hoping to get their Social Media going here as well. I’ve been attending many interesting lectures and events about media and the future of news lately as well.

Recently, I got a chance to combine my efforts in New Media and Social media – and wrote an article about it. Sorry for those who don’t speak German!

Users Determine the Future of TV:

(Find the published article here or click )

Nutzer bestimmen Fernsehen der Zukunft

Medienunternehmen müssen sich anpassen

“Gestatten? Ich bin Nutzer, ich mache Fernsehen!” Was zunächst seltsam klingen mag ist Teil des Fernsehen der Zukunft. Und nicht nur des Fernsehens, auch der Zeitung und des Radio.

Nutzer als Gestalter
“Entscheidend ist nicht, was Medienunternehmen wollen, sondern was die Nutzer wollen”, betonte Heidi Schmidt in einem Vortrag zu “Fernsehen im Internet” am 4. November 2009 an der Uni Mainz. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Koordinatorin von ARD-Online sieht eine Zukunft in der die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten der Medien immer mehr verwischt und in der ganz normale Menschen auch Fernsehen machen.

Neue Medienlandschaft

Wirtschaftlich hat eine Veränderung der Medienlandschaft längst begonnen. Alte Strukturen sind aufgebrochen. Durch das Betrachten von Videos online, beispielsweise auf dem Videoportal YouTube kann genau gemessen werden, wie viele Menschen sich welche Inhalte betrachten.

Zuvor war man davon ausgegangen, dass jeder der “eingeschaltet” hat auch Fern sieht, Radio hört oder die Zeitung liest. Diese Annahme hatte früher Geld durch Werbeeinnahmen in die Kassen gebracht. Heute ist klar, die Zahlen sind geringer, die Summen durch Werbung schrumpfen.

Neue Formen des Fernsehen
Wie die JIM-Studie zeigt, bei der jährlich der Umgang 12 bis 19-Jähriger mit Medien und Information untersucht wird, verbringen besonders junge Leute immer mehr Zeit im Internet. Viele dieser Nutzer produzieren eigene Inhalte und so entwickeln sich im Internet eigene Formate in den verschiedenen klassischen Medien, auch dem Fernsehen. Fanvideos, Kunstfilme, Ratgebersendungen und Selbstinszenierungen beispielsweise finden sich auf YouTube. Doch ist das eigentlich noch Fernsehen?

Viele Darstellungsformen aus bewegten Bildern hält Heidi Schmidt für Vermischungen aus bekannten Elementen und häufig werde “alter Wein in neuen Schläuchen” angeboten. Als grundlegend neu betrachtet sie lediglich interaktive Spiele, bei denen Spiel und Spieler wechselseitig aufeinander reagieren.. 

Sogar die Teilnahme an den Medien selbst ist nicht ganz revolutionär. Neu ist aber, dass sie fester Bestandteil der Produktion werden soll. Bereits früher hatten Massenmedien Zuschauer, Zuhörer oder Leser im Rahmen von besonderen Wettbewerben aufgefordert eigene Beiträge einzusenden. Nun findet diese Beteiligung jedoch aus eigenem Antrieb der Konsumenten statt, unabhängig vom Medienkonzern.

Wirtschaftlicher Selbstmord?
Aus Sicht der Hörfunk und Fernsehjournalistin müssen Medienunternehmen daher neue wirtschaftliche Modelle entwickeln. Doch statt Nutzer für Inhalte im Netz bezahlen zu lassen, hat die ARD vor kurzem den “Tatort” zur Sendezeit im sozialen Online-Netzwerk Facebook gezeigt, auf Kosten der eigenen Einschaltquote.

Schaden sich Unternehmen durch solches Verhalten nicht selbst? Schmidt sieht diese so genannte “Kannibalismusthese” dadurch wiederlegt, dass an dem Onlinebetrachtungs- und Diskussionsangebot sich zwar Zuschauer vom Fernsehen auf das Internet konzentrierten, insgesamt die Zahl der Nutzer dadurch jedoch anstieg. Dies wäre eine neue Verhandlungsbasis für Werbeabkommen und damit klingelnde Kassen.

Eine ähnliche These wurde kürzlich durch eine britische Studie zum illegalen herunterladen (downloaden) von Musik belegt. Demnach geben Menschen, die illegal Musik aus dem Netz laden durchschnittlich mehr Geld für Musik aus als andere.

Das Fernsehen der Zukunft
Wie sieht das Fernsehen der Zukunft nun aus? Zwei Etnwicklungen zeichnen sich laut Schmidt dafür ab:

Fernsehen und Internet werden untrennbar in einem Gerät vereint sein. Dies wäre laut Schmitt heute bereits in Deutschland über das reguläre Kabelnetz möglich, statt wie bisher über Zusatzgeräte. Auf dem Fernseher kann der Zuschauer dabei ein gewünschtes Programm (“on-demand”) auswählen, jederzeit und unabhängig von einem Sendeplan.

Die andere Variante bindet Fernsehen an kein bestimmtes Gerät mehr. Der Nutzer definiert, wann er “Fernsehen” schaut oder nicht. Ob er, wie bereits in Japan weit verbreitet, auf dem Weg zur Arbeit über das Handy Fernsehen empfängt, daheim am Computer sitzt oder vor dem Plasma-Bildschirm, spielt keine Rolle mehr.

Paul-Christian Britz

  1. Ich stimme Dir in fast allen Punkten zu. Fernsehen wird nach einem kurzen Zwischenstadium, wo jeder für sich aus Medientheken oder DVD-Boxen zu selbstbestimmten Zeiten sein Wunschprogramm schaut, über die Kommunikation im Netz wieder zu einem Gemeinschaftserlebnis. In manchen Fällen haben die TV-Sender daran Anteil, in anderen Fällen auch nicht. Du erwähnt ja z.B. das Beispiel des sonntäglichen “Tatort”-Twitterfiebers, das sich ganz unabhängig von der ARD entwickelt hat.

    Hier ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn gerade der “Tatort” eignet sich nicht so gut für eine Betrachtung, ob Web-Plattformen das klassische Fernsehen kannibalisieren von daher wg. evtl entgangener Werbeeinnahmen wirtschaftlich kontrapunktiv sind. Der “Tatort” läuft nach 20 Uhr, ist werbefrei (vom unsäglichen “Sponsoring” mal abgesehen) und ARD/ZDF sollen ohnehin nicht auf Quoten schielen, sondern ihren Auftrag erfüllen. Wenn es aber darum geht, auch jüngere Zielgruppen zu erreichen, geht das nirgendwo besser als auf Webplattformen, wo die Jüngeren schon sind – YouTube, Facebook etc. Das erkennen ja auch immer mehr TV-Redaktionen.

    Mit einem ähnlichen Ansatz habe ich auch schon mal zu diesem Thema gebloggt: http://medialdigital.de/2009/02/22/social-web-tv-%E2%80%93-fernsehen-als-virtuelles-community-erlebnis/

    • Wenn du Informationen zu ähnlichen Aktionen im deutschen TV hast, freu ich mich über Daten und Informationen.

      Öffentlich-Rechtliche im Internet ziehen wie du anreisst ja noch nen ganz anderen Rattenschwanz hinter sich her. Stichwort Rundfunkstaatsvertrag – dazu hab ich auch noch nen Post geplant.

  1. No trackbacks yet.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: